Der Künstler Bruno Giacobbo
Etwas über mich:
Ich bin am 23.4.1943 geboren, mit meinem Bruder, dem Satiriker Viktor Giacobbo, in Oberwinterthur aufgewachsen. Lehre als Innen-Dekorateur, Weiterbildung in Bauern-Malerei und Grafik, Standgestalter bei Messen und Ausstellungen, 25 Jahre lang eigenes Antik-Interieur-Geschäft. Seit 5 Jahren bin ich ausschließlich künstlerisch tätig, lebe und arbeite jetzt in Atelier und Galerie zum Kornhaus.

Ich bezeichne mich selbst als Bildermacher. Meine Bilder entstehen auf zuvor angefertigten Unterlagen. Schichten von diversen Papieren werden auf eine Metallplatte geklebt, mit einer Farbschicht überzogen, nach dem Trocknen aufgebrochen, strukturiert, bemalt, beschrieben. Überraschende Formen, Farben und Figuren entstehen aus den Papierschichten, abstrakt oder gegenständlich. Die Skulpturen kreiere Ich aus verschiedensten Materialien. Wortspielereien in Kuriositäten umgesetzt und in Plexiglaskoffern arrangiert werden zu tragbarer Kunst. Alltägliches in Kunst zu verwandeln ist "wie ein innerer Drang", den ich versuche, mit Witz, Fantasie und Tiefgründigkeit präzise zu verarbeiten.

 
giacobbo
 
Andere über mich:

Dezent, aber heiter sind die Werke von Bildermacher Bruno Giacobbo. Die Kleinteiligkeit auf grosser Fläche machen die Bilder lebendig, durch ihre Feinheit bekommen sie etwas Märchenhaftes. Farbenfroh sind sie, aber unaufdringlich und gediegen. Mit Graffititechnik schafft der Künstler Bilder, in welchen man sich verlieren möchte.

Seit seinem 60. Geburtstag macht er immer mehr Kunst. Als er in seiner Atelier-Galerie mit Freunden den Geburtstag feierte, fasste er den Entschluss, sich dieser Seite stärker zu widmen. Der erste etwas kauzige Eindruck des Bildermachers täuscht. Das Lächeln wird immer offener, Giacobbo erzählt bereitwillig aus seinem Leben und von seiner Kunst. Immer wieder sucht er etwas, was er zeigen möchte; dabei wirken Galerie und Atelier ordentlich und überschaubar. Alles wird bei Bruno Giacobbo irgendwie zu Kunst gemacht. Glühbirnen finden sich plötzlich hinter einem gesägtem Metallfisch, WC- Bürsteli werden umgekehrt zu Schneemännern mit Bart, ein Biedermeierstuhl bekommt einen Wurstsalat auf die Sitzfläche, darunter ein Teller, daneben Besteck, und fertig ist das Tischlein deck dich. Giacobbos Phantasie erweckt die unscheinbarsten Dinge zum Leben. Er kreiert Skulpturen und Kuriositäten aus verschiedensten Materialien. Vor allem aber macht er Bilder. Skulpturen und dergleichen entstehen mehr nebenher. Seine Bilder haben etwas Organisches. Weiche, runde Formen ergeben sich durch die spezielle Technik auch bei eckigen Motiven. Die Unterlage besteht aus geklebten Schichten von Katalog-Papier und Plakaten auf eine Metallplatte, dann kommt eine weisse Farbschicht darüber. Und dann schleift, schabt und kratzt Giacobbo in den Schichten und fördert kunstvoll unterschiedliche Teilchen des Hintergrundes zutage. So entstehen Bilder mit Struktur, die ein bisschen an Reliefs erinnern - aber nur ein ganz klein wenig, denn was bei Giacobbo entsteht, ist wesentlich spannender, farbiger und lebendiger als ein Relief. Überraschende Farben, Formen, Figuren zaubert er so aus den geklebten Papierschichten hervor.
Hier und da malt oder kritzelt er etwas hinein, hebt Formen durch aufgemalte schwarze Linien hervor.

Ob Kunstobjekte wie die grossen Katzen aus Holz, seine so genannten Biedermeiereien, Stuhlobjekte oder vor allem die Bilder - dass er sich heute mehr Zeit für die kreative Arbeit nimmt, macht ihn glücklich, beflügelt und inspiriert ihn für Neues. Seine Phantasie bringt eine Ideenfülle in seinen Kopf, die manchmal fast zu gross ist.

Farbig, lebendig und heiter.

Mit Titeln wie «Meeresfrüchte» oder «Seerosen» findet das betrachtende Auge allerdings schnellen Zugang zu den Motiven. Es sind helle, feine Bilder, aus denen der Humor und der Witz des Künstlers sprechen, Farbig, lebendig, heiter. Hinter den Bildern stecken manchmal aber auch Nachdenklichkeit oder Unmut über Krieg oder über den schlechten Umgang mit Tieren. «Flüchtlinge» heisst ein Bild, «Zusammen Bruch» ein anderes und bezeichnet die grassierende Degenerierung. «Solche Dinge beschäftigen mich. Ich will deswegen aber keine düsteren Bilder machen.» So zieht sich auch ein Gag durch die ganze Serie der Bilder: Auf jedes Werk hat er irgendwo einen kleinen Radfahrer gezeichnet. «Ein Giacobbo ist nur echt mit dem Radfahren», sagt er, und der Schalk blitzt in seinen blauen Augen. M.E

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