Laudation

von Mischa Lisa Rüger, 19. April 2008           

Es war ein Mal ein Mann.
Der hatte zwar keinen hohlen Zahn, jedoch einen Kopf voller Träume und ein Herz voller Farbe.
Seit 1943, Lebte Er in einer bunten Welt, voller Veränderungen und Abwechslungsreichen Abschnitten.
Bereits in jungen Jahren trat er in die Arbeitswelt ein.
Strenge Zeiten hatte der damalige Innendekorateur Lehrling.
Und ein kleines Hämmerchen das Er noch immer aufbewahrt, zeigt Er mir vollm Stolz. Einer seiner treuen Begleiter, voller Erinnerungen, an Munde voller Nägel.
Jedoch meist blieben seine Zähne ganz.
Grosse Schritte machte der kleine Mann. Von Innendekoration zu Bauernmalerei. Von Bauernmalerei zu Standgestalter an Messen und Ausstellungen.
Bis Er eines Tages sein kleines, aber liebevoll und mit vollem Herzen gegründetes Antik- Geschäft eröffnete. 25 Jahre konnte Er seinem inneren Drang nach dem Geruch von verklebtem Leim, vielschichtig beklebten Metallplatten und gemischten Farben widerstehen.
Bis er vor 10 Jahren, bei einem seiner riesigen Schritte über sein eigenes Bein stolperte und kopf voran, mit der Tür ins Haus viel...
Da stand er nun... Schaute sich um... wo war er nur???
Er stand in einem alten Haus mit gewölbten Decken, Säulen aus altem Gestein und alten Fenstern. Da kroch seine innere Kreativität in Ihm hoch, diese packte Er und fing an sie umzusetzen.
Seine Träume umzusetzen. Seinen Witz und seine Kuriosität, alles fing an Formen oder Farbe zu erlangen.
Seit 10 Jahren lebt und arbeitet der Mann nun in diesem Gewölbebogen Haus. Träumt, und setzt diese Träume wieder um in seine Kunst.
Er ist inspiriert von Seinen Träumen, ich bin inspiriert von seinen Werken, der Lebensweisheit und seinem kreieren aus verschiedensten Materialien und dem Durchhaltevermögen auch in schlechten Zeiten.
Die Bilder von dem kleinen Mann sind farbig, sie sind lebendig und heiter.
Doch wenn man sich Zeit nimmt, verweilt vor einem der Werke sieht man auch Nachdenklichkeit, kleine Funken von Sorge, Furcht oder Ärger.
Aus den Träume des kleinen Mannes. Doch genau dies macht jedes einzelne speziell und einzigartig.
Ein kleiner Radfahrer begleitet den Mann durch all seine Werke, ein kleiner Begleiter, wie das Hämmerchen das er mir zeigte.
Stolz drückt er Wortlos aus.
Der Mann muss mir auch nichts erklären, da seine Bilder für sich und jeden einzelnen selbst etwas anderes ausdrücken.
Eines wunderschön, VERREGNETEN Sonntag-NACHMITTAGS.
Beklebte ich mit dem Mann Schichten auf die metallenen- Platten.
Der Klang vom Tropfenden Regen vor dem Fenster lehrte Er mich...
Nehmet nicht alles so zu ernst ihr Menschen. Kunst soll leben, Kunst soll Freude machen...

Bewundernd stellte ich fest, wie sich dieser kleine Satz auf jedes seiner Werke legt. Neugierig macht auf neue Kreationen und Farbspielereien von dem Mann der zwar keinen hohlen Zahn hatte dafür ein Kopf voller Träume und ein innerer Drang zur Kunst. Bruno Giacobbo

 
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